Als Datenpeicher habe ich derzeit einen drobo im Einsatz, aber zu viele Berichte über Totalausfälle und nicht lesbaren Platten kursieren im Netz als dass ich erneut auf diese Lösung setzen würde.
Das Tüpfelchen auf dem i: Man müsste wieder einen drobo kaufen damit man seine Daten auslesen kann.
Die Entscheidung viel auf Marke Eigenbau. Nur so hat man wirklich die Kontrolle über seine Daten.

Ein FileServer sollte für meine Zwecke folgende Kriterien aufweisen:

  • möglichst niedriger Preis
  • möglichst viel Speicher
  • Datensicherheit
  • Hohe Datentransferrate
  • Skalierbarkeit

Heute sind die ersten Komponenten angekommen.

Der Großteil der Komponenten wurde bei Alternate bestellt und in 2 Paketen geliefert.
Beim Auspacken wurde klar, dass die Festplatten und das Netzteil nicht dabei waren.
Der Anruf (bei einer deutschen Nummer) verschaffte Klarheit.
Die Logistik Abteilung des Online-Händlers hatte den Fehler schon bemerkt: Die restlichen Komponenten sind schon unterwegs.

Der Alpenföhn hatte leider keine Wärmeleitpaste dabei, weswegen kurzerhand im nächsten Mediamarkt eine Hama MX-2 gekauft wurde.

Die Intel i5 CPU ist in einem kleinen Karton verpackt geschützt mit 2 leitfähigen Schaumstoffplatten.

Die RAMs sehen hochwertig aus, ich hoffe, sie sind auch dementsprechend zuverlässig.

Festplatten, Netzteil, Motherboard und Kabel sind noch ausständig und sollten in den nächsten Tagen eintrudeln.

Edit:
Die Festplatten und das Netzteil sind angekommen, das Mainboard und die SATA-Kabel lassen auf sich warten:

Die vorhandenen Komponenten wurden natürlich gleich eingebaut.
Dabei wurde ein Fehler im Festplattenkäfig festgestellt. Hier können die Platten nicht wie in der Produktbeschreibung versprochen eingebaut werden, weil eine Blechstrebe den Platz eines Slots nach ob hin begrenzt. Eine 3,5″ Platte kann also in diesem Slot nicht eingebaut werden.

Das Netzteil hat mich positiv überrascht. Es ist sehr flexibel was die Anschlüsse betrifft und es werden sogar Gummikäfige zur Dämpfung mitgeliefert.

Edit:
Aufgrund der Fehleranfälligkeit normaler RAMs und der Wichtigkeit ebendieser für dieses Filesystem gibt es nun einen Richtungswechsel.
Es wird nun zu ECC RAMs gegriffen. Das bedeutet neben neuen RAMs ein neues Board und neue CPU.

CPU: Intel Xeon E3-1225 v3 mit 4×3,2GHz
Mainboard: ASRock C226 WS
RAMs: HP 8GB ECC 1600MHz

Edit:
Die neuen Komponenten sind endlich eingetroffen.
Es fällt auf, dass die Kühlfläche des Xeon kein tiefgezogenes Blech ist wie beim i5 sondern ein gefräster Aluminiumblock.
Bei der CPU war auch ein intel Kühler und Lüfter dabei.
Nun geht es ans Zusammenbauen.

Edit:
Es ist soweit, der Rechner läuft und die ersten Daten haben eine neue Heimat gefunden.
Das System benötigt derzeit 113W und ist sehr leise.
Durch das durchdachte Gehäusekonzept sieht das Innenleben auch ziemlich aufgeräumt aus:

Wie am Foto zu sehen wurden nun 10 x 3TB HDDs eingebaut.
Die SATA Anschlüsse des Mainboards sind nun alle belegt.
Der Grund ist ein seltsames Verhalten des ZFS.
Nach der Formel für RaidZ2 – also doppelter Ausfallsicherheit – sollten mit 8 3TB-Platten von insg. 24TB Speicherplatz 18TB Für den zPool verfügbar sein.
ZFS zeigte aber nur 15TB an.
Mit 10 3TB-Platten sind nun von insg. 30TB Speicherplatz 27TB für den zPool verfügbar.
Also die 6TB “Verlust” sind nun auf 3TB geschrumpft.

FreeBSD läuft nun und es sind ca. 20TB für die Nutzdaten frei.
Der Rest wird von OS und FS sowie der Redundanz verwendet:

Edit:
Es traten nach 2 Wochen einwandfreiem Betrieb einige Boot-Probleme auf.
Nach Einbau eines PCIe SATA-Controllers und einer zusätzlichen 320GB-Platte für den Boot-Vorgang wurde die Fehlerquelle auf das BIOS eingegrenzt, welches sich nicht “merken” wollte, von welcher der Platten hochgefahren werden soll.
Ob mit dem BIOS Update das Problem behoben ist wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

Edit:
Seit dem BIOS-Update läuft er einwandfrei :)
to be continued…