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Praxis- und Testberichte | Tipps & Tricks

Heute bekam ich eine Mail von A. Medientechnik aus Krefeld:

Sehr geehrter Herr ......, Sie nutzen unseren Markennamen A..... Medientechnik auf Ihrem Blog. Ohne eine Genehmigung von uns bekommen zu haben. Bitte entfernen Sie unseren Namen auf Ihrem Blog bis zum 25.07.09 da wir sonst eine kostenpflichtige Abmahnung veschicken müssen. Der Kontext ist auch als Rufschädigend einzustuffen. Wir hoffen die Angelegenheit so mit Ihnen regeln zu können. Ich bitte um kurze Bestätigung. Wir bedauern noch einmal die Verzögerung der Bezahlung der Rechnung Ihrer Firma Schuhmann.

Zum Thema passend möchte ich auf diese Seite verweisen, woraus ich gerne zitiere:

So schmerzhaft ein online vorgebrachter Vorwurf auch sein mag: Sie können nur dann etwas dagegen unternehmen, wenn er eine unzutreffende Tatsachenbehauptung darstellt. Private Werturteile oder Meinungsäußerung über Produkte und Dienstleistungen sind erlaubt.

Da es sich durchgehend um Tatsachen handelt, und ich über eine Dienstleistung berichte, bin ich im Recht und darf meine Meinung der Öffentlichkeit zugängig machen.
Das ich nicht die Absicht habe einen Ruf zu schädigen, sollte dadurch offensichtlich werden, dass ich den Namen der Firma auf die Initialen reduziert habe. Wenn jemand weiterführende Informationen haben will schreibt einfach eine Mail.

Jeder XH-A1-Besitzer kennt das Problem mit der Mikrofonhalterung.
Die meisten Mikrofone haben einen kleineren Durchmesser als Canon bei seiner Halterung berücksichtigt.
Ich habe angefangen von Taschentüchern über Moosgummi bis hin zum Fahrradschlauch schon einiges ausprobiert.
Hier die meiner Meinung nach beste Lösung:

Bei einer Möbellieferung waren die Glasteile in einen dünnen Schaumstoff eingewickelt:

dünner Schaumstoff
Davon habe ich mir einen Streifen abgeschnitten und leicht überlappend um das Mikro gewickelt und mit einem Klebestreifen fixiert.
Das funktionierte schon sehr gut – bis zu dem Zeitpunkt an dem ich etwas von oben filmen musste.
Da rutschte das Mikrofon durch das Eigengewicht durch den Schaumstoff.
Die für mich perfekte Lösung ist nun, über den Schaumstoff ein Gewebeband zu wickeln.

Gewebeband über Schaumstoff Dies bringt nun folgende Vorteile:

  • Zusätzliche Entkoppelung durch den Schaumstoff
  • Das Mikrofon kann nicht mehr aus dem Schaumstoff rutschen
  • das Gewebeband hält besser in der Halterung als der Schaumstoff

und einen Nachteil:

  • Wenn man das NTG-2 mit Batterie betreiben will, muss man das Gewebeband entfernen was unweigerlich den Schaumstoff zerstört.

Meine Kamera hat als vorweihnachtliches Goodie ein Kopflicht bekommen.
Meine Wahl fiel auf das “Litepanels MicroPro“ mit Sony- Adapter (Serien M, L).
Es ist natürlich auch ein Canon-Adapter erhältlich für Akkus der Serien BP916 – BP970 oder ein Panasonic-Adapter für die Serien D28 – D54 – nachdem ich aber die SONY-Akkus nicht benötige wenn ich mit der Canon drehe liegen sie in Zukunft nicht mehr nur herum ;)


Bild: Canon XH-A1 mit RøDE NTG-2 und Litepanels MicroPro

Der erste Eindruck war ernüchternd. Billige Verpackung, nichts funktioniert.
Nachdem mir das Messgerät verriet, dass der Adapter elektrische Spannung liefert, suchte ich das Problem beim Micro Pro selber.
Nach eingehender Untersuchung wurde ich fündig.
Der Adapter ist billigst hergestellt – das äußert sich nicht nur an dem (Kontakt)Problem sondern auch an den Befestigungsnasen – der Adapter hält auf wenigen zehntel Millimetern im Micro Pro.

Nachdem ich mit einer Spitzzange die Kontake passend gebogen hatte, war auch der elektrische Kontakt vorhanden.

Das satte Klicken des (schief eingelöteten)Drehschalters auf der Oberseite und das kurze Aufflackern der LEDs verriet mir, dass ich mich nun auf eine “Erleuchtung” freuen konnte.
Der Potentiometer hat einen Drehwinkel von 310° von denen die ersten 180° genau NICHTS passiert. Die letzten 10° haben auch keine Auswirkung auf die Helligkeit der LEDs. Die Regelung der Helligkeit passiert also auf etwa 120° des Potis (12:00 – 15:30 – Stellung)

Ein erster Dauerlicht-Test ließ das Micro Pro mit dem SONY NP-QM91D Akku 5h (28,8Wh)  lang mit höchster Leistung leuchten.
Mit dem SONY NP-QM71D (19,9Wh) ging der Leuchte erst nach 3h 100% Helligkeit die Energie aus. Der tatsächliche Energieverbrauch beträgt also durchschnittlich 6W.
Sehr positiv: Die Farbtemperatur ändert sich bis zum Ende nicht.

Beim langsamen Hochdimmen kann man ganz einfach die Qualität der LEDs testen, denn normalerweise sollten alle gleichmäßig hell leuchten. Auf dem Foto sieht man deutlich das etwa 20% der 96 LEDs schon früher zu leuchten beginnen, also andere Eigenschaften aufweisen.

Bei 100% Helligkeit und der Frostfolie sieht man aus flachem Blickwinkel auch die verschiedenen Farben der LEDs, denn sie sind nicht weiß, sondern haben einen gelb-, lila- oder grünstich.
In Summe vermischen sich die Farben aber zu einem tageslichtähnlichen weiß.

Das Gehäuse dieses Kopflichtes ist aus schwarzem Kunststoff, dem ich es ehrlich gesagt nicht zutraue mal einen “Absturz” schadenfrei zu überleben.
MicroPro inkl. Akku-Adapter und Halterung wiegen 294g – mit dem kleinen SONY-Akku kommt die Leute so auf ein Gesamtgewicht von 451g und mit dem großen Akku auf 515g.
Wenn ich mir das Gewicht eines Bleiakkus nur vorstelle, der eine Halogenlampe 5h lang betreiben kann, macht der Vorteil des geringeren Gewichts den das Materialdefizit meiner Meinung nach wieder wett.
Nachdem dieser “Scheinwerfer” nahezu keine Abwärme erzeugt – an der Vorderseite wird die Leuchte gerade mal Handwarm – finde ich die 3mm breiten, alle 2mm auftauchenden Lüftungsschlitze etwas übertrieben – so kann man unmöglich im ohne Schutz im (Niesel)Regen arbeiten, denn das Wasser würde sofort tief in die Elektronik der Lampe gelangen. Hier würde sich das Unterwassergehäuse “SeaSun” anbieten mit der die Leute auch 10m unter dem Wasserspiegel betrieben werden kann.

Die Halterung ist eine Standard-Blitzschuh-Befestigung mit Kugelgelenk. Zusätzlich kann man die Halterung auf ein Stativ mit 1/4″ Foto-Gewinde aufschrauben und so die Lichtquelle von der Kamera trennen.

Etwas unglücklich ist auch die “Aufbewahrungsmöglichkeit” der Filter gelöst.
Was beim Verwenden normaler AA Batterien / Akkus kein Problem darstellt, stellt sich als ein Ding der Unmöglichkeit heraus sobald man einen Akku-Adapter einsetzt: Das Verstauen der Filter an der Rückseite des Micro Pro.
Dies hat man beim kleinen Bruder “Litepanels Micro” etwas vorteilhafter mit einer Filterklappe gelöst.

Typisch für multi-LED-Leuchten sind auch die Mehrfachschatten (siehe Foto) die auch mit Einsatz des Frostfilters erst in einer Entfernung von ca. 1,6m zu einem Verlauf verschwimmen.

Die Spot-Eigenschaften dürfen bei einem Kopflicht-Test nicht fehlen.
Sämtliche multi-LED-Leuchten sind nicht fokussierbar. Man kann nur versuchen mit dem Frostfilter / Frostfolie eine größere Abstrahlfläche zu erzeugen um das Licht weicher zu machen.
Hier der Vergleich ohne/mit Frostfilter in 1,8m Entfernung zu einer weißen Wand:

Fazit:
Für Interview-Situationen perfekt. Leicht, lange Lebensdauer, geringer Stromverbrauch.
Dank Mobilität ist die Litepanels MicroPro auch geeignet um in einer Raum-Ausleuchtung Akzente zu setzen.
Die Qualität der Verarbeitung könnte um den Preis von immerhin 508€ für Leuchte und Adapter besser sein – einen rauen Umgang oder eine nasse Umgebung verzeiht diese Leuchte eher nicht.

Der Test ohne Kamera im Waschbecken war gelungen.
Kamera rein, auf Makro gestellt und das Pool-Thermometer unter Wasser gefilmt. Ein Bild daraus:
Ich habe natürlich sämtliche Knöpfe gedrückt um jede Eventualität durchzutesten – perfekt.
Freue mich schon auf den Urlaub dann gibt es natürlich weitere Posts aber da müsst ihr euch noch gedulden.
Neulich in der Poststelle wurde ich auf diese Kamera aufmerksam.
Der Preis von 119€ inkl. Unterwassergehäuse ist für eine 720p30 HD- Cam relativ günstig. Alternativ kann man die Kamera bei Amazon sogar um 117€ erwerben.

Zu Beginn machte ich mich auf die Suche nach Beispielvideos um die Qualität beurteilen zu können.

Diese Videos machten einen guten ersten Eindruck – für eine Spaß-Cam ok.
Nachdem ich mich über eine eventuelles Rückgabe bei der Post erkundigt hatte (und der Post-Angestellte eine Filiale ausfindig gemacht hatte in der noch ein Exemplar lagernd war), schlug ich zu.
Der zweite Eindruck wurde durch das billige Display getrübt – Schärfe zu beurteilen ist sehr schwierig.
Die Kameraoptik hat 2 Stellungen – unendlich und makro.
Entgegen der “Technischen Daten” in der Bedienungsanleitung auf der CD-ROM beginnt der Makro-Bereich bereits ca. 12cm vor der Linse mit einer Schärfentiefe von ca.5cm und der “normal”-Bereich beginnt bei ca. 100cm bis unendlich.
Es gibt 3 Aufzeichnungsmodi – D1 (DVD), VGA (640×480), HD (720p30) – und 2 Qualitätsstufen: normal, fein.
Der Weißabgleich kann aus 5 Werten ausgewählt werden: Auto, sonnig, Wolken, Glühbirne, Fluoreszierend.
Eine manuelle Blendenkorrektur gibt es im Bereich -2EV bis +2EV.
Farbeinstellungen kann man zwischen Normal, Schwarz Weiß, Sepia auswählen.
Wenn man die Speicherkarte formatiert “vergisst” fängt die S47002 wieder bei 1 zu zählen an. Wenn man also auf lauter gleichnamige Fotos / Videos gerne verzichten kann, ein kleiner Trick: Leere *.txt-Datei erstellen und folgendermaßen umbenennen (xxxx = Nummer des zuletzt aufgenommenen Bildes/Videos):
Videos: MPEGxxxx.MP4
Fotos: PHTOxxxx.JPG
Diese Dateien einfach in die vorgesehenen Verzeichnisse kopieren et voilá: Die Kamera zählt weiter.
Was mir sofort nach dem Betrachten meiner eigenen Testvideos negativ auffiel war der knallende Ton, wenn eine Aufnahme begann – über meine Studiomonitor-Abhöre gehört, erntete ich eine Schrecksekunde.
Auch auf den oben verlinkten Videos ist der Ton gut zu hören ;)
Leider hatte der Urheber des ersten Videos kein Glück und das Gehäuse war nicht dicht. Deswegen werde ich zuerst das Gehäuse alleine unter Wasser tauchen – wenn keine Luftblasen herauskommen, dann probiere ich es mit der Kamera. Der Testbericht folgt…