Bei Amazon gab es vor Kurzem ein gutes Angebot von einem Samsung SSD 830 (MZ-7PC256B) (=Solid State Drive – übersetzt bedeutet das ein Laufwerk mit festem (Speicher-)Zustand equivalent mit einer Festplatte, nur ohne mechanische Teile weil es auf Halbleitertechnik basiert und deswegen auch um ein vielfaches schneller ist – mehr dazu beim SpeedTest)
Wer allerdings auf den Vorschlag von Amazon eingeht und Einbau-Adapter mitbestellt, wird scheitern – vorausgesetzt er will den Festplattenschlitten des MacPro für das SSD nutzen.
In meinem Fall waren diese Blechwinkel umsonst:

Schraubt man diese auf das SSD, würde sie in einem 5,25″ Einbauschacht mittig platziert werden.
Das ist bei einer losen Verkabelung kein Problem, aber im MacPro hängt so gut wie kein Kabel herum.
Die SATA Anschlüsse sind fix auf dem Mainboard befestigt und eine Positionsänderung nicht möglich.
Der MacPro hat platzsparende Festplatteneinschübe, bei denen die Festplatte von oben fixiert wird.
Diese Adapterbleche helfen also nicht weiter.

Im Netz habe ich schnell folgende Einbaulösung gefunden:

Scherz beiseite – nach etwas längerem Stöbern im Netz habe ich folgende Lösungen gefunden:
IcyDock (Kunststoff)
IcyDock (Aluminium)
Kingston (Kunststoff)
Schlussendlich habe ich den günstigsten Einbaurahmen von Kingston gekauft – der 2.5″ to 3.5″ SATA Drive Carrier ist um 5€ günstiger als das IcyDock MB882SP-1S-1B und beim Computerhändler in der näheren Umgebung zu haben.

Das Teil ist aus schwarzem Kunststoff mit eingepressten Messing-Gewindebuchsen.

Für die Montage des SSD braucht man kein Werkzeug. Einfach das SSD hineinlegen und den Deckel schließen. Alles andere erledigt die Metallblech- Mechanik im Inneren des Carriers.

Der Carrier muss natürlich per Kreuz-Schraubendreher an die Apple-Einschub-Schlitten des MacPro montiert werden – aber das war’s dann auch schon an Werkzeugeinsatz.

Edit:
Um ein zweites SSD einzubauen wurde diesmal (auch wieder aus Kostengründen) das IcyDock bestellt.
Von Außen sieht es baugleich zum Kingston aus, aber das Innenleben ist viel billiger gestaltet:

Um eine Festplatte im Schlitten des MacPro montieren zu können, sind Gewindeschrauben angebracht.
Damit diese Schrauben auch im Kunststoff-Dock halten, sind Gewindebuchsen aus Messing eingepresst.
Leider wurde auch hier geschlampt, denn die Buchse löst sich einfach vom Dock:

Ich rate eindeutig zum hochwertigeren Kingston-Teil!
End of edit

Die Systemplatte kann man nun (z.B. per CCC) auf das SSD klonen und sich schon beim nächsten hochfahren über die Geschwindigkeit freuen.
Im Gegensatz zu den Festplatten, die teilweise ein nahendes Ende akustisch ankündigen, funktionieren SSDs einfach plötzlich nicht mehr.
Um die Datensicherheit zu erhöhen sollte man deswegen gleich eine TimeMachine-Sicherung erstellen und die automatische Sicherung auf ein anderes Laufwerk (z.B. eine Festplatte) aktivieren.
In meinem MacPro kann das SSD folgende Geschwindigkeiten erreichen:

Im Gegensatz dazu eine Festplatte mit 7200U/min:

Insgesamt hat der Umbau 198€ und 5min. Zeit gekostet – und er ist es wert :)